
Millibankerl? Hiefin? Was soll das denn sein? Antworten gibt’s beim Rundgang um den Ledererhof im Aschauer Ortsteil Haindorf. Hier erfährt man, dass das Millibankerl die Bank im Dorf ist, an der früher die Milchkannen abgeholt und alle wichtigen Informationen ausgetauscht wurden. Und dass „Hiefin“ die Holzgestelle sind, auf denen früher das Heu auf den Feldern getrocknet wurde. Rund 500 Jahre hat der Hof schon auf dem Buckel. Längst ist das Millibankerl passé und ein Milchauto kommt auf die Höfe. Kaum vorstellbar, dass zum Beispiel auf den grünen Wiesen bis nach dem zweiten Weltkrieg noch Getreide angebaut wurde. Selbst Kartoffeln und der blau blühende Lein, Grundstoff für Lein- und Handtücher, gediehen hier. Und woher die Milch kommt, das weiß man nachher auch - ein Glas frischer Milch inklusive.